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Höhere Bundeslehranstalt
für wirtschaftliche Berufe

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Enthinderung der Sexualität für Menschen mit Beeinträchtigung

Die SchülerInnen der dritten Klasse der Fachschule für soziale Berufe Tulln (FSB) absolvieren ein Praktikum in diversen Einrichtungen des sozialen Handlungsfeldes “Menschen mit Beeinträchtigung”. Frau Prof. Martha Vogl betreut und begleitet sie in dieser Praxis sowie im Unterrichtsfach “Reflexion und Dokumentation” und ermittelt Begegnung mit Betroffenen und Betreuenden.

So waren am Donnerstag, den 4.5.2017 Frau Anna Wolfsberger und Herr Thomas Schenter vom Verein “Senia” aus Linz zu Besuch in der zweiten und dritten Klasse der FSB und boten den Jugendlichen ein Workshop zum Thema “Enthinderung der Sexualität für Menschen mit Beeinträchtigung” an. Sie sind klinische Sexologen und arbeiten mit vielen Betroffenen und deren Familien und Freunden.

Der Verein Senia ist in erster Linie für Menschen mit geistiger, psychischer und körperlicher Beeinträchtigung bzw. Behinderung da. Besonders wichtig ist die Unterstützung der Angehörigen von Menschen mit jeglicher Form von Beeinträchtigung bzw. Behinderung. Die TherapeutInnen sind AnsprechpartnerInnen für Eltern, Geschwister und SachwalterInnen. Sie unterstützen Betreuungspersonal sowie alle Einrichtungen, in denen Menschen mit Beeinträchtigung bzw. Behinderung leben und Organisationen, die für Menschen mit Beeinträchtigung tätig sind.

Ziel des Vereines ist es, durch Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Sexualität und Beeinträchtigung, Menschen mit psychischer, geistiger und körperlicher Behinderung ihre sexuellen Möglichkeiten zu erweitern.

Im Workshop wurden die SchülerInnen herausgefordert, ihr Bewusstsein zu Liebe, Erotik, Sexualität, Partnerschaft, Freundschaft usw. zu erforschen. Thema war auch die Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen, die persönlichen wie die Grenzen der anderen zu verstehen und zu respektieren. Sowie die Frage um die Erweiterung der Entscheidungsräume in Bezug auf Sinnlichkeit, Partnerschaften und Sexualität, Körpersensibilisierung, Missbrauchsprävention, Angebote für die selbstbestimmte Sexualität in all ihren Facetten, die Stärkung der Eigenverantwortung, Selbstbestimmung und des Selbstwertgefühls, etc.

Die Stunden vergingen sehr rasch und die Reflexionen der SchülerInnen fielen sehr positiv aus.

Hier zwei Statements:

“Wie Thomas uns das Thema vorgetragen hat, ist sehr gut angekommen, er ist auf unsere Fragen eingegangen und hat alles offen beantwortet. Es ist toll, dass sich manche Menschen für den Beruf “Sexualpädagoge” entscheiden und auch mit Menschen mit Beeinträchtigungen zu dem Thema Sexualität arbeiten und ihnen helfen, in diesem Sinne ganz Mensch zu sein.” (V.)

“Mir hat dieser Workshop sehr gut gefallen. Ich habe erfahren, dass auch ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung ihr Sexualleben ausleben können und das auch tun. Ich fand es gut, dass wir mit der Referentin offen über alles reden konnten. Das war ein toller Workshop, der in vielen Schulen gemacht werden sollte.” (D:)

Mag.a Martha Vogl