HomeWebUntisSuche

Viele Wege führen zum Ziel, unsere Schule ist der Weg zu vielen Zielen !

Höhere Bundeslehranstalt
für wirtschaftliche Berufe

3430 Tulln, Donaulände 72

02272 64767
hlw.tulln@noeschule.at

DRUCKEN

Erzählte Lebensgeschichte

Die zweite Klasse der Fachschule für soziale Berufe bekam am Montag, den 22. Mai 2017 im Rahmen des r.k. Religionsunterrichtes bei Frau Prof. Martha Vogl Besuch von einer Bewohnerin des Rosenheims Tulln in Begleitung des Zivildieners Matthias. Frau Wallner lebt seit einem Jahr im Rosenheim und stand eine Stunde lang zur Verfügung, damit die SchülerInnen Fragen über ihr bisheriges und ihr jetziges Leben im Rosenheim stellen konnten. Die Generationen übergreifende Begegnung stand im Zeichen der “Würde im Alter” und der Vorbereitung auf die Sozialpraxis in der dritten Klasse.
Frau Wallner begegnete den Jugendlichen offen und herzerfrischend humorvoll. Sie erzählte von ihrem Beruf als Würstelstandbetreiberin bei der Disco “Baby-O” in Judenau und dass sie ihren Mann jahrelang gepflegt hat, dabei aber über ihre eigenen Grenzen ging und lebensbedrohlich krank wurde. Nach fünf Wochen im Koma erholte sie sich wieder und genießt jetzt ihr Leben im Rosenheim. Sie ist froh über ihr Einzelzimmer und über das vielfältige Angebot der Freizeitgestaltung. Von den SchülerInnen, die nächstes Jahr auf den diversen Stationen des Rosenheimes ihr Praktikum erleben werden, wünscht sie sich viel Zeit, um raus in die Natur zu gehen und auch, dass sie Kartenspiele wie Schnapsen lernen, damit sie SpielpartnerInnen hat. Thema war auch der Umgang mit und die Betreuung von dementen Menschen. Wie gelingt Kommunikation, wenn nicht ersichtlich ist, was wahr und was persönliche innere Realität ist? Wie kann Empathie und zugleich Abgrenzung gelebt werden?
Für die Jugendlichen brachte dieses Gespräch einen kleinen Einblick in die Angebote und das Leben im Rosenheim. Auch in die Schwierigkeiten und Herausforderungen, die sich alten Menschen stellen, wenn sie ihr Zuhause verlassen und in ein Altersheim ziehen müssen.
Herzlichen Dank an Frau Wallner, die SchülerInnen freuen sich auf ein Wiedersehen mit Ihnen während der Sozialpraxis im nächsten Schuljahr.

Mag.a Martha Vogl